Was wir von der Logistik der Inkas lernen können

Felix - 29.1.2020

Denkanstöße und Parallelen zwischen der Logistik der Inkas und der heutigen, modernen Logistik in der produzierenden Industrie.

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Das Reich der Inkas (13. bis 16. Jahrhundert) im Westen Südamerikas, lag im Bereich der Anden, der längsten Gebirgskette der Welt. Die Inkas haben vor ihrer Eroberung durch die Spanier einige erstaunliche Bauten und Prozesse installiert. So stammen beispielsweise Hängebrücken mit bis zu 60 Metern Länge sowie Straßen- und Wegenetze aus dieser Zeit:

Zwei Parallelen der Inka-Logistik, die auch aus heutiger Sicht noch auf die moderne Logistik übertragen werden können.

 

Entkopplungspunkt Pferd

Die erschaffenen Straßen der Inkas waren bei weitem nicht durchgängig begeh- und befahrbar. So musste auch zum damaligen Zeitpunkt auf gewissen Strecken entkoppelt werden.

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Die damalige Herausforderung war es, für jedes Terrain den richtigen Transportmodus zu finden. Im Fall der Inkas gab es ein Entkopplungspunkt für Pferde. Bis zum heutigen Tag, werden auf den Trails der Inkas Lasten mit Pferden oder menschlichen Trägern transportiert. Die Lasten werden mit Transportern bis zum „Entkopplungspunkt Straße“ transportiert, um dort umgeladen zu werden.

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Übertragen auf die heutige moderne Logistik stellt sich die Frage, wie die Logistik von der Produktion entkoppelt wird. Gängige Konzepte hierzu sind der bekannte Supermarkt oder die Einführung von Warenkörben, die eine individuelle Entkopplung von einzelnen Produktionsbereichen zur Produktionslogistik darstellen. Um die optimale Lösung zu finden, sollten folgende Fragen beantwortet werden:

An welchem Punkt der Produktionsversorgung ist eine Entkopplung sinnvoll?

Welche Art der Entkopplung ist sowohl für die Logistik als auch die Produktion sinnvoll?

Wie werden der Informationsfluss und somit die Versorgungssicherheit gewährleistet?

 


Wie heutzutage optimale Entkopplung zwischen Logistik und Produktion gelingt, erfahren
Sie in unserem Impuls zum Thema Produktionsversorgung.

TMG IMPULS – Produktionsversorgung


 

Gangbreiten

Bei der Planung von Gangbreiten in Logistikzentren gibt es mittlerweile einfache Regeln und Gesetze, die dafür sorgen, dass der innerbetriebliche Transport möglichst verkehrssicher ist. So gilt für Fahrstraßen mit Begegnungsverkehr ein Sicherheitszuschlag von 1,4 m (inkl. Fußgänger 1,9 m).

Beim Straßenbau waren die Inkas bereits fortschrittlich genug um erkennen zu können, dass Sie die Wege und Straßen möglichst witterungsbeständig anlegen müssen. So finden sich in den Bergen und auf ungewöhnlichen Höhen angelegte Straßennetze, die mit Steinen markiert sind. Die Steine sind auch bei Wind und Wetter liegen geblieben und markieren bis heute wichtige Wanderwege für Touristen.

 

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Dabei werden die angelegten Straßen sowohl für den Transport durch Pferde als auch für Bewohner und Touristen zu Fuß genutzt.

 

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Da die Gangbreiten zu schmal sind und keine Sicherheits- und Begegnungszuschläge für sich kreuzende Verkehrsflüsse einkalkuliert wurden, gibt es zwei simple Regeln:

  1. Die sichere Seite ist nie die Seite am Abgrund eines Hanges
  2. Für den Fall, dass Gegenverkehr sichtbar ist, warnt man sich gegenseitig.

Übertragen auf die Gangbreiten und die Verkehre in deutschen Industrieunternehmen stellt sich die Frage, inwieweit simple Regeln hier angewendet werden können. In Anbetracht der zunehmenden Automatisierung und Autonomisierung von Flurförderfahrzeugen hin zu fahrerlosen Transportsystemen müssen mehr denn je Regeln für die gemeinsame Nutzung festgelegt werden. Somit stellen sich folgende Fragen für die moderne Logistik:

Wie können Staplerleitsysteme und FTS-Steuerungen kombiniert werden?

Mit welchen Softwarelösungen können simple Regeln für den innerbetrieblichen Transport erstellt werden?

Gibt es die Möglichkeit einer einheitlichen Steuerung für verschiedene FTS-Systeme?

 

Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, um ein unverbindliches Gespräch zu vereinbaren. Gerne stellen wir Ihnen unser Portfolio und unsere Methodik näher vor.

 

 


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