Roadmap Logistik 4.0 – Warum auch die Intralogistik eine Digitalisierungsstrategie benötigt

Benjamin - 05.12.2019

 

Die Welt um uns herum wandelt sich. Die Kanäle über die wir Produkte und Dienstleistungen beziehen werden weitestgehend digitalisiert, die Nachfrage ist volatil und das Service Level nimmt deutlich an Bedeutung zu. Die Stichworte lauten Omnichannel, Customer Centricity und Co. – Begriffe, die sich immer häufiger in den Marketing- und Digitalisierungsstrategien von Unternehmen finden.

LOG4.0


Doch am Ende zählt eines: Der Kunde will sein gewünschtes Produkt, zur richtigen Zeit am richtigen Ort. In Kombination mit effizienten Prozessen von jeher oberstes Ziel der Logistik.

Darum wollen wir mit unserem Artikel folgende Frage beantworten: Was muss die Logistik tun, um auf diese Veränderungen zu reagieren?

 

1. Worauf kommt es in der Intralogistik in Zukunft an?

Wie schon eingangs erwähnt, rückt der Kunden in den Mittelpunkt der Bestrebungen vieler Unternehmen und das ist natürlich auch richtig so. Schließlich sind es letztendlich Kunden, die Produkte kaufen und somit zum Erfolg eines Unternehmens beitragen.

Diese Kundenzentrierung führt allerdings dazu, dass Unternehmen schneller, individueller und flexibler auf Kundenwünsche reagieren müssen. Die Zeiten als man ein Ford-T-Modell in jeder Farbe bestellen konnte, solange die Farbe Schwarz war, sind mehr als antiquiert. Heute soll der individuell gestaltete Turnschuh aus dem 3D-Drucker kommen und das am besten schon gestern und nicht erst morgen.

Für die Wertschöpfungskette von Unternehmen und somit auch für die Intralogistik hat dies allerdings weitreichende Konsequenzen:

  • Erhöhte Varianz und Komplexität durch Individualisierung der Produkte
  • Gestiegene Erwartungen an das Service-Level
  • Vernetzung aller Wertschöpfungsstufen und integrierte Datenerfassung
  • Modulare Anlagen- und Systemstruktur

Das wäre an sich auch kein großes Problem und viele Unternehmen meistern dies auch schon heute. Schwierig wird es nur, wenn dazu noch Themen wie Kostendruck, Niedrigbestände und Fachkräftemangel kommen.

Für die Intralogistik der Zukunft gibt es daher nur ein Credo:

Weg von der Rolle des passiven Bindeglieds zwischen interner Produktion und externen Kunden – hin zum smarten Enabler von mehr Flexibilität bei gleichzeitiger Steigerung der Effizienz.

 

2. Welche Kernelemente sind dabei wichtig?

Um das Credo aus Kapitel 1 zu erfüllen, umfasst das Zukunftsbild einer Logistik 4.0 aus unserer Sicht perfekt aufeinander automatisierte und digitalisierte Logistikelemente entlang der gesamten Prozesskette.

Die beinhaltet folgende wesentliche Elemente:

  1. Integrierte Cloud-Lösungen – ohne leistungsfähigem IT-Backbone wird es schwierig
  2. Durchgängige Identifikation – Basis für eine automatisierte Erfassung und Steuerung der Warenbewegungen
  3. Automatisierte Lagertechnik – Startpunkt für performante Kommissionier- und Handling-Prozesse
  4. Flexibler autonomer Materialfluss – flexibel skalierbare Fördertechnik ist Trumpf – egal ob AGV oder sogar Drohne
  5. Digitale Werkerunterstützung – optimale Unterstützung für die verbleibenden manuellen Tätigkeiten
  6. Mobile und kollaborative Roboter – Hand in Hand mit Kollege Roboter

All diese Elemente bieten auch isoliert bereits ein gewisses Potenzial – vorausgesetzt sie werden richtig eingesetzt. Ihr volles Potenzial hinsichtlich Flexibilisierung und Effizienzsteigerung entfalten sie aber nur in einer sinnhaften Kombination. Sozusagen als harmonisch komponiertes und orchestriertes Konzert.

Damit dieses gelingt, ist eines entscheidend: Eine Strategie und Roadmap für die Intralogistik. Abgestimmt auf die Digitalisierungsstrategie und die angrenzenden Bereiche.

 


Mehr Informationen zu den Kernelementen finden Sie hier:

TMG IMPULS – Logistik 4.0


 

3. Warum hilft eine Strategie, die eigenen Mitarbeiter zu motivieren?

Sind Sie vertraut mit Begriffen wie: Platform-focused, Customer Engagement, Hybrid Organization oder sogar Hyperawareness?

Nicht? Nun, die meisten Ihrer Mitarbeiter vermutlich auch nicht. Trotzdem tauchen diese Begriffe und noch viele andere Wortkreationen in vielen Unternehmens- und Digitalisierungsstrategien auf. Sie sollen die Leitlinie bilden für das Unternehmen und seine Funktionsbereiche. Aber wie, wenn niemand versteht, was „Hyperawareness“ für die Logistik im Fertigwarenlager überhaupt bedeutet?

Was hier hilft, ist eine aus der Gesamtstrategie abgeleitete Strategie für Ihren Funktionsbereich und eine Roadmap wie Sie diese umsetzen wollen. Quasi eine Übersetzungshilfe um die Leitlinien für Sie und Ihre Mitarbeiter greifbar zu machen.

Legen Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern fest:

  • Was wird von der Intralogistik erwartet?
  • Welche Vision und Mission sind Leitfaden für Ihr Handeln?
  • Welche strategischen Stoßrichtungen wollen Sie verfolgen?
  • Was sind Ihre definierten Kernelemente und wie spielen diese zusammen?
  • Welche Erfolgsfaktoren bringen Sie auf dem Weg zu Ihrer Vision voran?

Binden Sie Ihre Mitarbeiter von Anfang an in diesen Prozess ein und stellen Sie heraus, welchen Stellenwert der einzelne Mitarbeiter in diesem zukünftigen Gebilde einnimmt.

Nichts motiviert mehr, als ein gemeinsam erarbeitetes Zielbild und ein von allen getragenes Verständnis, dass die Intralogistik ein elementarer Bestandteil des zukünftigen Unternehmenserfolgs sein wird.

 

4. Wie fängt man am besten an?

Das Zitat: „Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg“, wird vielen Philosophen zugesprochen und schmückt bestimmt die Motivationsposter in so manchen Besprechungszimmern.

Doch was hilft es, das Ziel zu kennen, wenn man gar nicht weiß, wo man startet?

Aus diesem eigentlich einleuchtenden Grund lautet unsere Empfehlung an Sie ganz eindeutig: Bestimmen Sie zuerst den Reifegrad der Digitalisierung in Ihrem Unternehmen und in Ihrem Logistikbereich.


Ein erste Hilfestellung bietet hier unser Reifegradmodell, welches Sie online nutzen können:

Ihren Digitalen Reifegrad bestimmen



Wenn Sie das getan haben und wissen wo Sie stehen, können Sie darauf aufbauen und systematisch die weiteren Schritte gehen:

  • Tragen Sie die Ideen Ihrer Mitarbeiter zusammen (Ideensupermarkt)
  • Bestimmen Sie Ihr Ziel (Strategie)
  • Und beschreiben Sie Ihren Weg (Roadmap).

Was nun einfach klingt, fällt in der Praxis oft schwer. Vielleicht fehlt manchmal einfach nur die Zeit, vielleicht ist der Blick durch das Tagesgeschäft oft aber auch zu sehr eingeengt. Was hilft, ist oftmals ein Impuls von außen.

Zögern Sie also nicht uns zu kontaktieren, um ein unverbindliches Gespräch zu vereinbaren.

Gerne stellen wir Ihnen unser Portfolio und unsere Methodik näher vor.